Lass uns auf die Reise unseres Leben gehen„, begann Nina. “Lass uns das Haus verkaufen, die Jobs kündigen und ein neues Leben beginnen. Lass uns neue Länder erkunden, in denen wir noch nie waren und das schöne an allen Dingen sehen. Lass uns wandern gehen, bis wir die Sonne sehen. Lass uns unter Sternenhimmel mit offenem Feuer einschlafen. Lass uns an einem Strand campen und mit dem Meer um unseren Füßen aufwachen. Küss mich bei jedem Sonnenuntergang. Wir wachen früh auf, um Sonnenaufgänge zu erleben oder später, um uns von warmen Sonnenstrahlen wecken zu lassen. Komm, wir verlieben uns neu, als wäre es das erste Mal, in das Leben, in uns. Wir lernen uns und die Welt neu kennen. Dieses Mal wird es funktionieren. Dieses Mal werden wir nicht die selben Fehler machen.“

Das wären die Worte von Nina gewesen, wenn wir damals schon gewusst hätten, was wir heute fühlen. Zum Jahreswechsel feiern wir unser neues Leben zum zweiten Mal. Seit zwei Jahren sind wir auf Reisen, eine Reise die unsere Welt auf den Kopf gestellt hat. 2 Jahre. Das sind 24 Monate, drei Kontinente, Zehntausende von Meilen, Hunderte von Sonnenuntergängen, Küsse unter 100 Bäumen, romantische Nächte in der Natur, unzählige Abenteuer, Erstaunen und Begeisterung, Freudentränen und Sternenhimmel, die wir nie zuvor gesehen hatte. Wir hatten viel gestritten. Wir hatten gesundheitliche Probleme, machten uns Sorgen um Geld, wurden von Millionen Moskitos geplagt, von Skorpionen gestochen, von Affen angegriffen, verirrten uns in Mittelamerika, begegneten Schlangen und Bären, weinten viel und verloren uns auf dem Weg. Und dafür sind wir dankbar.

Marc Aurel sagte, „Es ist nicht der Tod, den wir fürchten sollten, wir sollten fürchten, dass wir niemals beginnen werden, zu leben“

Betrachten wir ein EKG wird die Linie auf dem Monitor gerade und ein hässlicher Piepton verrät uns, dass wir tot sind. Wenn wir am Leben sind, zeichnet die Linie ein stetiges auf und ab. Die. Ganze. Zeit. Das Leben ist voller Höhen und Tiefen. Wendungen, Liebe und Verlust, Glück und Trauer, Erfolg und Misserfolg. Das Leben ist wie eine Achterbahn. Es beginnt langsam, erfüllt uns mit Erwartung und Neugier, steigt steil an und schickt uns anschliessend nach unten, um uns nur wenig später wieder nach oben zu bringen. Manchmal schließen wir die Augen und wir halten uns entsetzt fest, aber in diesen Zeiten muss man die Arme in die Luft reissen und die Fahrt genießen.

Das Leben verändert sich. Die. Ganze. Zeit. Unsere Umwelt verändert sich, unsere Haut verändert sich, unser Alter verändert sich, unsere Sichtweise verändert sich, unsere Freunde und Familie verändern sich, die Jahreszeiten verändern sich. Alles ändert sich, aber wir wollen gleich bleiben. Wir suchen nach Sicherheit und erkennen nicht, dass eine flache Linie bedeutet, dass wir tot sind. Das Leben ist voller Höhen und Tiefen. Immer, wenn wir in einem Tief sind, erinnern wir uns daran, dass Höhen und Tiefen, Leben bedeuten. Eine flache Linie nicht.

Wir sind in einer der unglaublichsten Perioden unseres Lebens. Die Beste, die wir uns jemals hätten wünschen können. Und so viel basierend auf der Tatsache, dass wir beschlossen haben, etwas zu ändern.

Wir haben gelernt, dass sich die Höhen und Tiefen nicht vermeiden lassen, jedoch können wir die Art und Weise ändern, wie wir diese selbst sehen.

Wayne Dyer said, “ Wenn wir die Art und Weise ändern, wie wir Dinge betrachten, ändern sich die Dinge, die wir betrachten.” ( Danke, an unseren Freund Friedrich)

Wir wünschen dir, lieber Leser, lieber Freund, unserer Familie, ein frohes neues Jahr. Wir wünschen euch ein Jahr voller Höhen und Tiefen und die Kraft, die Hände nach oben zu reissen und zu jubeln, auch wenn es gerade nach unten geht. Genieße die Fahrt, auch wenn es manchmal holprig ist.

Dream it. Plan it. Do it.