Hier unser Top 17 Reisetipps für deinen ersten Besuch in Japan. Bekomme einen schnellen Überblick über do’s and don’ts:

1. Cash oder kein Cash ? – das ist hier die Frage

Es wird allgemein behauptet, es gäbe keine Kreditkartenakzeptanz in Japan. Für uns, die in einem Land wie Österreich aufgewachsen sind, wo auch nicht jeder automatisch eine Kreditkarte besitzt, war es nicht ungewohnt, Bargeld mitzuführen. Viele Restaurants, hauptsächlich die Kleinen, akzeptieren keine Kreditkarten.  Die Automaten vor Restaurants und Getränkeautomaten funktionieren hauptsächlich mit Cash. So schlimm wie in Reiseführern oder auf diversen Blogs zu lesen ist, ist es jedoch nicht. Wer dennoch bargeldlos unterwegs sein will, sollte sich eine Pasmo oder eine Suica Card besorgen (klappt nicht immer aber oft). Unser Tip: Immer Bargeld in kleinen Grössen mitnehmen – die wenigsten Einrichtungen wie Bus oder Vending Maschinen wechseln.

2. „Take it easy” – Das Transportsystem

Das öffentliche Metro/U-Bahn System zu verstehen ist nicht wirklich eine Herausforderung. Jeder, der ein Metro System wie in Paris, London oder New York benutzt hat, hat auch in Tokyo keine Probleme. Das so oft kompliziert beschriebene Tarifsystem ist identisch zu einem Zonensystem.
Als Tourist muss man sich ohnehin nicht damit beschäftigen. Für die Züge, insbesondere den Shinkansen (Bullet Train), hat der clevere Besucher schon von zuhause aus den JR Railpass gekauft und per Post geschickt bekommen.
Für das U-Bahn/Metro System in Tokyo ist für den Besucher das 24, 48 oder 72 Stunden U-Bahn Ticket günstig bei jedem Touristen Infocenter zu erwerben.
Taxis/Uber/Didi/Grab sind in den verstopften Straßen und den hohen Preisen nahezu sinnlos. Japan ist ein Land der öffentlichen Verkehrsmittel. Gut zu wissen ist, dass diese nur bis Mitternacht zur Verfügung stehen. Wer nach Mitternacht nicht zuhause ist, kann warten bis 5 Uhr morgens, zu Fuss gehen oder doch eine Mitfahrgelegenheit “ubern”.
Noch ein kleiner Hinweis zu den Taxis. Taxitüren öffnen und schliessen sich automatisch und sollten nicht selbst bedient werden. Achte auf die Taxitüren wenn Du am Randstein stehst 😉

3. Kauf dir eine Pasmo oder Suica Card

Die Pasmo oder die Alternative Suica Card ist eine Wertkarte für Vieles. Mit ihr kann die U-Bahn, der Bus, ein Getränkeautomat bedient oder auch in Restaurants bezahlt werden. Beide Karten sind an Automaten an jedem Bahnhof zu kaufen und aufzuladen. Es empfiehlt sich eine solche Karte am Anfang einer Reise zu kaufen. Ein nicht verbrauchtes Guthaben wird einfach zurückerstattet.

4. Reise mit einem JR-Railpass

Der JP Railpass ist der Touristenpass für das Bahnreisen in Japan. Nicht nur, dass so gut wie alle Eisenbahnen in Japan benutzt werden können, auch der berühmte Shinkasen, der Bullet Train, – die schnellste Reiseart in Japan –  lässt sich damit verwenden.
Der Railpass kann mittlerweile auch vor Ort gekauft werden. Bis vor wenigen Jahren war es nur möglich diesen ausserhalb von Japan zu bestellen. Nach der Online Bestellung bei den unzähligen Anbietern (der Preis schwankt hier nur wenig) wird der Gutschein an die angegebene Adresse mittels Expressdienst gesendet. Ich empfehle den Railpass auf die alte Methode zu kaufen und vor der Ankunft in Japan sich zusenden zu lassen. Es gibt mehr Stellen wo der Voucher/Gutschein einlösbar ist, als den Railpass selbst zu kaufen.
Die Dauer der Gültigkeit wird beim Kauf entschieden. Der Railpass gilt nachdem der Voucher/Gutschein mit dem Railpass getauscht wird. Ein pausieren in der Dauer ist nicht möglich. Wir empfehlen den Railpass – bei Ankunft in Tokyo – erst am Ende des Tokyo Aufenthaltes einzutauschen, da in Tokyo selbst der Railpass nur begrenzt nutzbar ist. Ein 24/48 oder 72 Stunden U-Bahn Ticket für ein paar Dollar ist sinnvoller und bringt euch überall hin. So könnt ihr wertvolle Tage eures Passes sparen.

5. “Wo bin ich ?” oder Navigation und WLAN-Verfügbarkeit

Es gibt in Japan keine Google Maps Offlinekarten. Wer also mit Google Maps in den Strassen und ländlichen Gebieten navigieren will, tut gut daran sich einen mobilen Hotspot zu kaufen oder eine SIM-Karte ( ist günstiger). WLAN Hotspots findet man in Japan in jeder Stadt überall. Starbucks, 7-eleven, etc..
Nimm Dir immer eine Visitenkarte von Deiner Unterkunft mit. Im Notfall kannst Du einem Taxifahrer oder einen U-Bahn Angestellten die Karte zeigen, wo die Adresse auf Japanisch geschrieben ist.

6. Google Übersetzer ist Dein Freund

Wir empfehlen jeden sich Japanisch im Google Übersetzer offline herunterzuladen, so lässt sich bei den seltenen Gelegenheiten, wenn kein Bild oder Englische Übersetzung vorhanden ist, der Übersetzer prima benutzen.

7. „Do you speak English ?“

Englisch ist keine gesprochene Sprache in Japan. Dabei ist es gar nicht so, dass es niemand können würde. Das Problem ist, die Art des Unterrichtes. Im Englischunterricht an Japanischen Schulen ist das völlige Fehlen von Sprechen. Das Englischniveau, das an Schulen unterrichtet wird, beschränkt sich im Wesentlichen auf „Lesen“ und „Schreiben“.
Schüchternheit ist Teil des nationalen Charakters Japans und der damit einhergehenden „Kommunikationsfähigkeit“. In den meisten Fällen wird der Japaner wenn er mit der Frage “Sprechen Sie Englisch” konfrontiert wird, nicht antworten oder die Hände zu einem „X“ kreuzen.

8. „Ist DAS mein Zimmer ?!“ oder Unterbringung und Übernachtung

In Japan unterscheiden sich Unterbringungen hauptsächlich darin, ob ein Bad oder Toilette im Zimmer ist. Standard ist mittlerweile, dass in einem Zimmer eine Toilette untergebracht wurde. Das Bad ist dabei geteilt. In den ländlichen Gegenden ist es üblich, Bad und Toilette mit den anderen Bewohnern zu teilen. Übernachten in einem Schlafraum ist normal und überall anzutreffen und ist nicht nur den Hostels vorbehalten. Die Zimmergrößen schwanken von 8qm bis 25qm (letzteres ist dann schon die Luxus Variante).
Wenn Du ein japanisches Haus/Zimmer betrittst, lasse die Outdoor-Schuhe an der Tür oder im vorgesehenen Bereich. Trage Hausschuhe, die der Gastgeber anbietet. Zieh jedoch Deine Hausschuhe aus, wenn Du einen mit Tatami-Boden bedeckten Raum betrittst. Tatami-Matten sollten nur barfuss oder mit Socken betreten werden.

9. Handdesinfektionsmittel mitnehmen

In einem Land wo Sauberkeit überall anzutreffen ist, ist das Fehlen von Seifenspendern in vielen öffentlichen Toiletten verwunderlich. Um zu vermeiden, dass Du nach der Benützung einer öffentlichen Toilette ohne Seife und/oder fliessend Wasser dastehst, kaufe dir ein Händedesinfektionsmittel nach der Ankunft.

10. Sei dein eigener mobiler Mülleimer – Plastiktüte mitnehmen

Es gibt keine Mülleimer im öffentlichen Raum. Kein Witz. Gerüchten zufolge begann die öffentliche Mülleimerentfernung 1995 als Maßnahme zur Terrorismusbekämpfung. Die einzigen Mülleimer die zu finden sind, werden privat verwaltet. Also beispielsweise durch einen 7-eleven oder durch ein Restaurant, etc..

11. Stehe rechts – Achtung Linksverkehr

Autos fahren in Japan links, was für Fußgänger oft nicht so einfach ist. Also in die richtige Richtung schauen, beim Überqueren der Strasse.
In einigen Städten (z. B. Tokio) folgen die Menschen dem Verkehr und stehen links, in anderen (z. B. Osaka) wird jedoch erwartet, dass Du rechts stehst. Es ist also mehr ein Folgen als eine Regel. Bist Du der erste auf einer Rolltreppe – gib Die Richtung vor 😉

12. Wieviel ? – Japan ist teuer

Diese Behauptung haben wir schon so oft gehört und trifft wohl auf jedes Land der Welt zu. Japan ist genau so teuer, wie man es sich machen möchte. Essen gibt es um 300 Yen (Udon in Akihabara) und auch um 20.000 Yen und mehr (Kyo-Kaiseki in Kyoto). Mit den Übernachtungen verhält es sich in etwa gleich.

13. Verneige dich, um eine Person zu begrüssen

Verbeuge dich, um eine Person zu begrüßen. Beuge Deinen Körper um 15 Grad für eine legere Verbeugung.  Wenns förmlicher sein soll (zB. bei Älteren Menschen) verbeuge Dich tief (bis 90 Grad)

14. Bedecke deine Tätowierungen

In Japan kann man fast alles anziehen und tragen, doch zeige Deine Tätowierungen nicht. Tätowierungen sind in Japan nicht sozial akzeptiert, egal wie hübsch sie auch sein mögen. Die meisten Onsen (heisse Quellen zum Baden) dürfen nur ohne Tätowierungen betreten werden.

15. Kein Trinkgeld

Gib niemandem ein Trinkgeld. Es ist unhöflich und schlicht inakzeptabel. Eine Ausnahme ist ein High-End-Ryokan. Es gibt eine Person, die deinem Zimmer in einem „echten“ Ryokan „zugewiesen“ ist. Diese Person tippt man indem du dein Geld in ein Kuvert legst und mit einer Verbeugung der Person überreichst.
Ein Ryokan ist übrigens eine Art traditioneller japanischer Gasthof, die seit dem 8. Jahrhundert existieren. Ein Ryokan verfügt in der Regel über Tatami-matten, Gemeinschaftsbäder und andere öffentliche Bereiche, in denen Besucher Yukata (ist das selbe, wie ein Kimono, nur aus Bauwolle anstatt aus Seide) tragen.

16. Lege dein Geld auf das Tablett

Beim Bezahlen in einem Laden wird meist ein kleines Tablett auf dem Tresen sein. Wenn dies der Fall ist, lege Dein Geld auf das Tablett, anstatt es direkt an den Kassier zu übergeben.

17. Verhaltensregeln

Es gibt eine Vielzahl an Verhaltensregeln für Japan. Eine kurze Google Suche offenbart die lustigsten und seltsamsten Empfehlungen. Viel Spass.

Wen euch dieser Beitrag gefallen hat, bitte liked uns auf Facebook, Instagram oder Twitter, sagt es euren Freunden weiter und hinterlässt uns Feedback im jeweiligen Kommentarbereich. Danke. Möchtet Ihr mehr über uns erfahren, besucht unsere Über uns Seite.